Jari-Matti Latvala hofft auf seinen nächsten Saisonsieg in Polen Foto: Volkswagen Motorsport
Jari-Matti Latvala hofft auf seinen nächsten Saisonsieg in Polen Foto: Volkswagen Motorsport

Vorschau Rallye Polen

Zwei Länder und ein Ziel

Die Rallye Polen wartet bei ihrer Rückkehr mit neuen Prüfungen und einem Abstecher nach Litauen auf. Schnelle, flüssige Schotterstrecken suchen ihren Meister.

Die Rallye Polen, die vom 26. bis zum 29. Juni 2014 stattfindet, stellt für Teams und Fahrer eine komplett neue Herausforderung dar. Die Rallye war 2009 letztmalig Teil des Kalenders und kehrt nun nach fünf Jahren Pause wieder zurück.

Rund 200 Kilometer nördlich der Hauptstand Warschau ist der Servicepark ist in der Stadt Mikolajki beheimatet. Von dort aus starten die Piloten auf 362 gewertete Kilometer, die sich auf 24 Wertungsprüfungen an vier Tagen verteilen. Mit Ausnahme der Zuschauerprüfung in der Arena von Mikolajki zeigen sich alle Prüfungen in neuem Gewand. Die Rallye bietet eine zusätzliche Premiere: Erstmals werden am Freitag Wertungsprüfungen in Litauen ausgetragen. Polen und Litauen grenzen zwar aneinander, allerdings liegen die beiden Länder in unterschiedlichen Zeitzonen - für die gesamte Rallye gilt die polnische Zeit als Rallyemaßstab.

Die schnellen und flüssigen Strecken der Rallye lassen Erinnerungen an die Rallye Finnland wach werden. Die Prüfungen weisen allerdings wesentlich weniger Sprünge auf und befinden sich in weitläufiger Umgebung. Überall neben der Strecke steht hohes Gras und birgt zwei große Herausforderungen: Die Anfahrt auf die Kurven wird teilweise eingeschränkt und gleichzeitig lauern große Steine beim Abkürzen der Strecke.

Der Strecken-Untergrund ist sandig und sehr weich, was bereits nach ein paar Autos zu aufgebrochenen Streckenteilen und Unebenheiten führen kann - Spurrillen im zweiten Durchgang vorprogrammiert. Das extrem launische Wetter könnte die Bedingungen zusätzlich erschweren, da strömender Regen den weichen Boden schnell aufweicht und für schlammige Verhältnisse sorgt.

Als Favoriten gehen die beiden WM-Führenden Sebastien Ogier und Jari-Matti Latvala in die Rallye - die Volkswagen-Piloten machten in der bisherigen Saison alle Siege unter sich aus. Der letzte und einzig noch aktive Sieger der Rallye Polen heißt allerdings Mikko Hirvonen. Der Ford-Pilot gewann das Event 2009 und peilt im zweiten Anlauf ein ähnliches Ergebnis an. Die größte Unterstützung wird aber sein Markenkollege Robert Kubica erhalten. Der Pole gilt in seiner Heimat als Volksheld und so werden an den Wettkampftagen bis zu einer Million Fans erwartet, die die Strecke säumen und den Ford-Piloten anfeuern.

Saison 2019