Sebastien Ogier war erneut nicht zu schlagen Foto: Volkswagen Motorsport
Sebastien Ogier war erneut nicht zu schlagen Foto: Volkswagen Motorsport

Ogier krönt Weltmeister-Saison mit Sieg in Wales

Neuville wird Vize-Weltmeister

Zum neunten Mal in der Saison 2013 hat Sebastien Ogier eine WRC-Rallye gewonnen. Auch beim Finale in Wales war er nicht zu schlagen

Die Weltmeisterschaft war schon entschieden, trotzdem ließ es sich Sebastien Ogier nicht nehmen, auch beim Finale voll auf Sieg zu fahren. Bei der Rallye Großbritannien führte er das Feld seit dem Start am Donnerstag an und gab die Führung auch am letzten Tag nicht ab. "Ich kam hier her und wusste, dass das in der Vergangenheit nicht die beste Rallye für mich war und dennoch ist es uns gelungen, einen Kampf mit meinem Teamkollegen, der sich hier zu Hause fühlt, zu gewinnen", freute sich Ogier über den gelungenen Abschluss, blickte gleichzeitig aber bereits in Richtung 2014: "Wir wollen wieder um den Titel fahren, aber ob wir wieder so viele Siege schaffen, wird eine sehr schwierige Angelegenheit."

Spannend war es noch im Kampf um den zweiten Platz in der Gesamtwertung, für den Ogiers Teamkollege Jari-Matti Latvala den Sieg sehr gut hätte gebrauchen können. Letztlich fehlten dem Finnen aber etwas mehr als 20 Sekunden auf seinen Volkswagen-Partner. Latvala war mit 14 Punkten Rückstand auf Thierry Neuville in das Finale gegangen und hätte mit einem Sieg eine kleine Chance gehabt, den Belgier doch noch abzufangen. Neuville machte aber spätestens mit der Bestzeit auf der Power Stage und den damit verbundenen drei Bonus-Punkten alles klar.

"Ich bin enttäuscht, denn ich habe diese Rallye 2011 und 2012 gewonnen und ich war hungrig auf den dritten Sieg. Aber es hat dieses Jahr nicht geklappt", klagte Latvala. "Vom Speed her war es gut, aber es gab zu viele kleine Fehler und etwas Zögern. Ich habe das Wochenende über nicht den Rhythmus gehabt. Das war das Problem und darauf muss ich mich nächstes Jahr konzentrieren."

Neuville kam etwas mehr als eine Minute hinter Latvala ins Ziel und jubelte über die Vize-Weltmeisterschaft. "Ich bin wirklich zufrieden damit. Es ist ein Ergebnis, das wir uns zu Beginn der Saison nicht hätten vorstellen können mit einem neuen Auto und einem neuen Team", sagte er. Neuville musste auch am letzten Tag der Rallye Großbritannien ohne Funk und Zwischenzeiten der Konkurrenten auskommen. Daher blieb ihm nur, Vollgas zu geben.

Von hinten drohte ihm jedoch keine Gefahr, denn Mads Östberg war mehr als 20 Sekunden zurück. Dieser hatte sein Augenmerk ohnehin mehr auf Landsmann Andreas Mikkelsen gerichtet, der Rang vier nach zwei Drehern eingebüßt hatte. "Es war ein guter Kampf heute. Es ist nur etwas schade, dass wir dieses Gefühl für das Auto nicht schon früher gefunden haben. Aber es ist schön, einen positiven Tag zu haben und guten Speed zu zeigen", berichtete Östberg, der auf der 18. Wertungsprüfung die Bestzeit erzielte und auf der Power Stage Zweiter wurde.

Mikkelsen sprach trotz der beiden Dreher von einem guten Wochenende. "Okay, es hat nicht so geendet, wie wir das wollten, denn leider haben mich zwei Fehler den vierten Platz gekostet, aber wir haben guten Speed gezeigt, ohne zu viele Fehler zu machen. Insgesamt war es ein unglaubliches Jahr", meinte er. Hinter ihm fuhr Martin Prokop auf einen starken sechsten Platz vor dem einzig verbliebenen Citroen-Piloten Dani Sordo, der jedoch durch eine Fünf-Minuten-Strafe zu Beginn der Rallye wegen eines Chassiswechsels bereits aussichtslos zurücklag. Robert Kubica und Mikko Hirvonen mussten jeweils nach heftigen Unfällen, bei denen jedoch alle Beteiligten unverletzt blieben, aufgeben. Die Top-10 komplettiert das Podest der WRC2, angeführt von Lokalmatador Elfyn Evans.

Saison 2020