Marijan Griebel in seinem Citroen DS3 WRC Foto: ADAC Rallye Deutschland
Marijan Griebel in seinem Citroen DS3 WRC Foto: ADAC Rallye Deutschland

Die Stimmen aus dem Service F

Aussagen der Teilnehmer der ADAC Rallye Deutschland

Was die Fahrer nach der Samstags-Schleife der ADAC Rallye Deutschland 2018 zu sagen hatten.

OGIER Sébastien/INGRASSIA Julien, FRA/FRA, FORD Fiesta WRC: "Wir hatten heute viel Pech. Wir wissen, dass auf der langen Prüfung in Baumholder viele Steine liegen. Es ist immer eine Lotterie, ob man ohne Platten durchkommt. Dieses Mal haben wir die Lotterie nicht gewonnen. Wir hatten nach acht Kilometern einen schleichenden Plattfuß. Wir mussten anhalten, um den Reifen zu wechseln. Danach war es vorbei. Seitdem gehe ich volles Risiko, denn ich habe nichts zu verlieren. Ich habe richtig Gas gegeben, aber man kann die verlorene Zeit eigentlich nicht wieder einholen. In dem Moment könnte man einfach nur heulen. Wir haben bis dahin einen guten Job gemacht und wurden nicht belohnt. Aber wir lassen die Köpfe nicht hängen und kommen stärker zurück."

SUNINEN Teemu/MARKKULA Mikko, FIN/FIN, FORD Fiesta WRC: "Ich hatte einen guten Tag. Heute war ich viel näher an den schnellsten Jungs dran. Auf der letzten Prüfung habe ich 0.8 Sekunden auf Seb verloren. Fahrerisch konnte ich zulegen. Es gibt noch einige Stellen, an denen ich schneller fahren könnte. Es ist positiv, dass ich jetzt weiß, wie man so schnelle Zeiten fahren kann. Früher war es mir ein Rätsel, wie jemand nochmal 20 Sekunden schneller fahren konnte als ich."

MIKKELSEN Andreas/JÆGER Anders, NOR/NOR, HYUNDAI i20 Coupe WRC: "Mein Tag war okay. Wir konnten mehr Erfahrungen mit dem Auto auf Asphalt sammeln. Wir haben einiges ausprobiert - manches hat funktioniert, manches nicht. Es ist nichts großes, was wir noch ändern müssen. Es geht darum, das richtige Timing zu finden. Mein Fahrstil verbessert sich immer mehr."

NEUVILLE Thierry/GILSOUL Nicolas, BEL/BEL, HYUNDAI i20 Coupe WRC: "Es war ein schwieriger Tag für uns. Es lief nicht, wie wir es uns gewünscht hätten. Trotzdem haben wir nicht aufgegeben. Durch den Fehler von Ogier konnten wir noch einen Platz gutmachen. Wir liegen in der Gesamtwertung jetzt vor ihm und das müssen wir bis morgen halten. Zuerst dachte ich, dass Seb nur Pech hatte. Aber dann haben wir die Bilder gesehen, auf denen zu erkennen ist, dass er einen Stein trifft. Das ist uns letztes Jahr auch passiert. Die Rechnung bekommt man dann sofort. Morgen müssen wir alle Gas geben, aber mehr ist bei uns nicht drin. Dani war heute mit dem gleichen Fahrzeug schneller als wir. Mal sehen, wo wir uns verbessern müssen, um morgen schneller zu sein. Aber wir haben nicht das gleiche Ziel: Dani will beweisen, dass er schnell ist und wir fahren um die Meisterschaft."

SORDO Dani/DEL BARRIO Carlos, ESP/ESP, HYUNDAI i20 Coupe WRC: "Es war ein toller Kampf heute. Die Baumholder Prüfungen haben Spaß gemacht. Wir sind zufrieden mit dem Auto. Nachdem wir ein paar Probleme hatten, wird es besser und besser. Ich hoffe, dass wir morgen so weitermachen konnten."

LATVALA Jari-Matti/ANTTILA Miikka, FIN/FIN, TOYOTA Yaris WRC: "Ich fühle mich sehr gut und nach den vergangenen Tagen bin ich heute sehr zufrieden. Ich habe heute Vollgas gegeben. Es war nicht einfach. Morgen ist ein "anderer" Sonntag, da wir 70 Wertungskilometer absolvieren. Normalerweise sind Sonntage kürzer. Aber morgen fahren wir alleine zwei Mal die 30km lange Prüfung "Grafschaft". Also ist noch alles offen. In Finnland habe ich den Kampf knapp verloren, jetzt will ich ihn gewinnen."

TÄNAK Ott/JÄRVEOJA Martin, EST/EST, TOYOTA Yaris WRC: "Es war ein interessanter Tag. Am Morgen habe ich mich nicht so gut im Auto gefühlt. Solange Seb so stark gepusht hat, habe ich mitgehalten. Es war ein schöner Kampf. Aber dann hatte er den Platten und wir haben jetzt einen guten Abstand nach hinten. Den müssen wir jetzt verwalten. Ich habe nicht zu sehr Gas rausgenommen. So habe ich weiterhin einen guten Rhythmus. Nur an schwierigen Stellen bin ich vorsichtiger."

LAPPI Esapekka/FERM Janne, FIN/FIN, TOYOTA Yaris WRC: "Der Nachmittag hat sich nicht sehr vom Morgen unterschieden. Ich denke, wir konnten Auto ein wenig verbessern. Aus irgendeinem Grund verliere ich in Baumholder viel Zeit. Das ist frustrierend. Aber die zwei letzten Prüfungen in den Feldern mit Dreck auf der Strecke liefen viel besser für mich als die gestrigen schmutzigen Prüfungen. Immerhin ein paar Verbesserungen."

ØSTBERG Mads/ERIKSEN Torstein, NOR/NOR, CITROËN C3 WRC: "Wir hatten Höhen und Tiefen. Wir hatten ein paar richtig starke Prüfungen, mit denen ich sehr glücklich bin. Einmal konnten wir die drittschnellste Zeit fahren und darauf bin ich sehr stolz. Auch am Nachmittag konnten wir uns gut verkaufen. Wir haben zu viel Zeit im Militärgelände verloren. Ich habe einfach keinen Rhythmus und kein gutes Setup gefunden. Es ist eine schwierige Rallye und meine Vorbereitungen haben wohl nicht ausgereicht."

SERDERIDIS Jourdan/MICLOTTE Frédéric, GRC/BEL, FORD Fiesta WRC: "Es war ein fantastischer Tag. Wir hatten viel Spaß mit dem Auto. Das Selbstbewusstsein wächst. Wir haben auch ein besseres Setup. Vielen Dank an Sébastian [Ogier], er hat uns heute Mittag geraten, das Auto steifer zu machen. Das war eine gute Idee für die Panzerplatte. Ich bin ziemlich fertig, da es im Auto sehr warm ist."

GRIEBEL Marijan/RATH Alexander, DEU/DEU, CITROËN DS3 WRC: "Bei uns ist alles gut. Den Tag heute konnte ich größtenteils wirklich genießen. Es waren schöne Prüfungen mit sehr vielen Fans entlang der Strecke. Bis auf den Ärger mit dem Intercom heute Morgen, lief alles problemlos. Die Reifen sind sehr stabil und so bestand keine Gefahr von Plattfüßen auf der Panzerplatte. Das macht Lust auf mehr, aber da muss man realistisch sein."

KREIM Fabian/CHRISTIAN Frank, DEU/DEU, SKODA Fabia R5: "Es lief besser als gestern. Das Wichtigste ist, dass wir keinen Plattfuß bekommen haben. Leider haben wir den zweiten Durchgang auf der Panzerplatte nicht so gut getroffen. Da haben wir ein bisschen Zeit liegen lassen. Aber sonst sind wir sehr zufrieden. Ich glaube, nach vorne geht nicht mehr viel, da die Jungs zu weit weg sind. Das werden wir morgen fahrerisch nicht rausholen können. Wir schauen jetzt, dass uns von hinten keiner mehr überholt. Ein Ergebnis in den Top fünf hatte ich mir zum Ziel gesetzt. Da sind wir jetzt, von daher bin ich zufrieden. Klar, hätten wir weiter vorne sein können, aber der Speed ist da."

SCHWEDT Roman/GERLICH Christoph, DEU/DEU, PEUGEOT 208 R5: Eigentlich war es ein sehr cooler Tag. Die Panzerplatte war im ersten Durchgang eine Welt für sich. Im zweiten Durchgang sind wir wesentlich besser zurecht gekommen. Auf einer so langen Prüfung ist der Lerneffekt schon enorm. Die anderen Prüfungen haben auch sehr viel Spaß gemacht. Wir sind hier um zu lernen und wollen den morgigen Tag ordentlich zu Ende bringen. Dann ist unser Ziel erfüllt."

Saison 2019