Sébastien Loeb hat die Rallye Deutschland zum achten Mal in Folge gewonnen. Markenkollege Daniel Sordo belegt mit 51,3 Sekunden Rückstand Platz zwei vor Sébastien Ogier. Die letzte Bestzeit auf dem Survolt Circus Maximus ging an Kimi Räikkönen.
Kalender 2010
Marken
Punkte
Pos   Fahrer   Punkte
1   S. Loeb 191
2   S. Ogier 133
3   J. Latvala 117
4   P. Solberg 100
5   D. Sordo 95
Sébastien Loeb: „Bei der ADAC Rallye Deutschland feierte ich nicht nur meinen ersten WM-Sieg“
In vier Wochen ist es soweit. Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb kommt nach Trier, um erneut die ADAC Rallye Deutschland (19.–22. August 2010) zu gewinnen. Im Vorfeld des deutschen WM-Laufs gab uns der Champion ein persönliches Interview.


Empfindest Du als ungeschlagener König der ADAC Rallye Deutschland die Porta Nigra in Trier als Dein persönlicher Triumpfbogen?
Sébastien Loeb: Es ist ein tolles Gefühl, dort als Sieger zu stehen. Ich kann nur hoffen, dass es so bleibt.
 
Wie groß ist Deine Vorfreude auf die ADAC Rallye Deutschland?
Sébastien Loeb: Sehr groß. Mit dieser Rallye verbinde ich sehr gute Erinnerungen: Nicht nur die Unterstützung der Fans war immer besonders, auch die Atmosphäre beim Zeremoniell- Start oder auf dem Siegerpodium war fantastisch. Hier habe ich meinen ersten WM-Sieg ge- feiert, bisher immer gewonnen und sehr viel Spaß gehabt. Keine Frage, ich freue mich riesig darauf, wieder zurückzukehren.
 
Magst Du den Mosel-Wein?
Sébastien Loeb: Ein prima Wein. Auf dem Siegerpodest schmeckt er besonders gut. Aber ich würde lügen, wenn ich als Franzose nicht unsere Weine bevorzugen würde.
 
Wie bereitest Du Dich auf die ADAC Rallye Deutschland vor?
Sébastien Loeb: So wie auf die meisten WM-Läufe. Im Vorfeld testen wir ein zwei Tage auf ähnlichen Pisten, um uns auf die Gegebenheiten einzustellen und uns an die spezifischen Bedingungen zu gewöhnen. Zudem gibt es am Auto immer noch ein paar Details, die man optimieren kann. Da mein Teamkollege Dani Sordo und ich ziemlich wenig Umstellungsprobleme haben, haben wir beispielsweise vor der Rallye Bulgarien als einzige der Topteams auf Asphalt keinen zusätzlichen Tests absolviert oder gar eine Testrallye bestritten.
 
Was schätzt Du an Deinem Rallyeauto am meisten?
Sebastien Loeb: Es ist nicht der Copilot (lacht). Im Ernst, am Citroen schätze ich vor allem das Gesamtpaket. Ein gutes Rallyeauto braucht so vieles, ein tolles Teil bringt gar nichts. Die Balance muss stimmen, die Power, der Grip, die Rückmeldung im Grenzbereich. Ein Auto muss fahrbar sein und sollte perfekt passen, wie ein Sportschuh.
 
Wie würde Dein perfektes Rallyeauto aussehen?
Sebastien Loeb: Die aktuellen World Rally Cars sind gar nicht so weit weg davon. Okay sie sind vielleicht noch etwas zu schwer und könnten auch ein bisschen mehr Leistung vertragen, da will man als Fahrer immer mehr. Aber ansonsten kommt das meiner Vorstellung eines perfekten Autos sehr nahe.
 
Was imponiert Dir besonders an Deinem Citroën C4 WRC?
Sebastien Loeb: Besonders die Widerstandsfestigkeit ist unglaublich, gerade im Vergleich zu einem normalen Straßenauto. Man kann nehmen was man will, egal ob Sport- oder Geländewagen, wenn man sieht, was man mit einem WRC machen kann und was der wegsteckt, das ist eine andere Welt. So weit weg, dass sich das ein normaler Mensch gar nicht vorstellen kann.