Sébastien Loeb hat die Rallye Deutschland zum achten Mal in Folge gewonnen. Markenkollege Daniel Sordo belegt mit 51,3 Sekunden Rückstand Platz zwei vor Sébastien Ogier. Die letzte Bestzeit auf dem Survolt Circus Maximus ging an Kimi Räikkönen.
Kalender 2010
Marken
Punkte
Pos   Fahrer   Punkte
1   S. Loeb 191
2   S. Ogier 133
3   J. Latvala 117
4   P. Solberg 100
5   D. Sordo 95
Loeb siegt, Burkart in der JWRC vorn
Mit einer fehlerfreien Leistung sicherte sich Citroën-Werkspilot Sébastien Loeb bei der Rallye Türkei den dritten Sieg in Folge. Der Franzose baute auf den feuchten Bedingungen der dritten und letzten Etappe seinen Vorsprung auf 54 Sekunden aus.

In der WM-Tabelle hat Loeb bereits einen komfortablen Vorsprung von 40 Zählern. "Dieser Sieg gibt mir ein gutes Gefühl", so "Super Séb". "Denn ich habe eine Rallye gewonnen, die sportlich lange nicht entschieden war. Die neue Strecke bot eine echte Herausforderung mit einigen sehr schnellen Passagen und einigen Stellen, wo man sehr gut auf das Fahrzeug acht geben musste."
 
Rang zwei ging zum zweiten Mal in der laufenden Saison an Citroën-Privatier Petter Solberg, der damit auf Rang zwei der WM-Tabelle vorrückte. Nur einen Zähler hinter ihm liegt Ford-Pilot Mikko Hirvonen, der in der Türkei drei Bestzeiten fuhr und den dritten Rang belegte.
 
Hirvonen hatte anfangs kurz geführt und die erste Etappe auf dem dritten Rang belegt. Nach dem ersten Tag lag Citroen-Junior Sébastien Ogier vorn, die ersten sechs Piloten folgten innerhalb von nur 27 Sekunden. Hirvonen beendete auch den zweiten Tag auf dem dritten Platz, nur 17,3 Sekunden vom Führenden Loeb entfernt. Doch aus einer Aufholjagd wurde nichts: Zwei Prüfungen wurden wegen schlechter Wetterbedingungen abgesagt, dann handelte sich Hirvonen einen Reifenschaden ein und verlor 45 Sekunden.
 
Für Turbulenzen sorgte die 21. Wertungsprüfung: Citroën-Pilot Dani Sordo rutschte auf Rang drei liegend von der Strecke, traf einen Baum und musste aufgeben. Hinter ihm rodelte Citroën-Junior Sébastien Ogier ebenfalls von der rutschigen Piste, traf sogar das Fahrzeug von Sordo, konnte allerdings die Fahrt fortsetzen. Ogier beendete die Rallye noch als Vierter vor seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen.
 
Dahinter folgten die Ford-Piloten Federico Villagra, Matthew Wilson und Jari Matti Latvala, der nach einem Überschlag zwischenzeitlich auf den 17. Platz zurückgefallen war.
 
Mit einem Erfolg endete die Rallye Türkei auch für den Deutschen Aaron Burkart: Der Suzuki-Pilot siegte beim Auftakt zur JWRC und kämpfte sich im Gesamtklassement auf den zehnten Gesamtrang nach vorn und kassierte so seinen ersten WM-Zähler.